Schwanger und von meinem Gefährten zurückgewiesen
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Manche Wunden bluten nicht an Stellen, wo sie jeder sehen kann.
Eines Abends betrat Sera Voss das Arbeitszimmer ihres Gefährten und trug das wichtigste Geheimnis ihres Lebens mit sich.
Sie verließ es immer noch.
Denn bevor sie den Mund öffnen konnte – bevor sie die Worte für die zwei rosa Linien auf ihrem Waschbecken, für den leisen Herzschlag unter ihren Rippen finden konnte –, sah Kael Drayden, Alpha des Ashveil-Rudels, sie mit entschlossenem Blick über seinen Schreibtisch hinweg an und sprach die Worte, die alles zerstörten.
„Ich weise dich zurück, Sera Voss, als meine vorherbestimmte Gefährtin.“
Sie spürte, wie die Bindung zerbrach, als würde ein Rückgrat brechen.
Sie spürte die Leere, die sie hinterließ – kalt, plötzlich und unermesslich –, die sich unter ihren Rippen auftat, wo einst Wärme geherrscht hatte.
Und sie presste die Hand flach auf ihren Bauch und sagte nichts.
Denn er verdiente es nicht, es zu erfahren. Denn ihre Tochter verdiente Besseres, als im Schatten eines Mannes aufzuwachsen, der sich für eine andere entschieden hatte, noch bevor sie ihren ersten Atemzug getan hatte.
Denn manche Entscheidungen lassen sich nicht rückgängig machen – und Sera Voss hatte es satt, darauf zu warten, dass man sich für sie entschied.
Sie reiste in jener Nacht mit einer Tasche, einem Geheimnis und sonst nichts ab.
Sie baute sich in einer Stadt, in der niemand ihren Namen kannte, ein neues Leben auf.
Ein Diner. Ein kleines, warmes Zimmer über einer Bäckerei. Eine Wirtin namens Donna, die nie Fragen stellte und immer extra viel kochte. Eine Routine, die sie davor bewahrte, von der Trauer in den stillen Stunden nach Mitternacht verschlungen zu werden, wenn die Abwesenheit ihrer Seelenverwandten am deutlichsten spürbar war und der Raum am kleinsten erschien. Dann presste sie beide Hände auf ihren wachsenden Bauch und sprach mit ihrer Tochter, als wäre diese der einzige Mensch auf der Welt.
Denn genau das war sie in diesem Moment.
Lena kam an einem Dienstagmorgen unter dem grellen Licht des Krankenhauses an, ohne die Seelenverwandtschaft, von der sie hätte profitieren können, und ohne die Wärme ihres Rudels im Rücken. Nur Donnas raue Hand, zwölf Stunden Einsamkeit und die wildeste Liebe, die Sera je gespürt hatte, die in ihrem Herzen aufbrach, als das kleine, dunkelhaarige Mädchen die Augen öffnete.
Sie hatte genau seine Augen.
Sera erkannte es sofort.
Sie liebte sie trotzdem. Vollkommen. Bedingungslos, ohne Entschuldigung, ohne Trauer.
Sie gab ihr den Namen Lena.
Laut in diesem stillen Krankenzimmer versprach sie ihr, dass sie sich niemals unerwünscht fühlen würde. Nicht ein einziges Mal. Niemals.
Und sie meinte jedes Wort ernst.
Unfold
Nicht die Bindung zu einem Rudel im eigentlichen Sinne. Eher die Bindung zu einem Partner. Diese besondere Verbindung, die sie von den Menschen unterschied, mit denen sie im westlichen Territorium gelebt hatte.
Ich saß mit ihr im Heilerzimmer und erklärte es ihr.
Nicht theoretisch. Praktisch. So wie es sich a……
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